VEREIN > Ausblick 2025 - Projekte
Liebe Mitglieder des Vereins Kulturwelt Marktoberdorf e.V.,
liebe Mitvorständ*innen,
zur Kultur eines Landes gehört ihre Gesellschaftsordnung. Doch auch Sprache, Religion, Wirtschaft, der Umgang mit der Natur, Kunstgegenstände, Musik, Literatur, Traditionen und Bräuche sind Bestandteile der menschlichen Kultur - also alles, was die Menschen mit ihren Händen, mit ihrer Intelligenz und ihrer Fantasie selbst gemacht haben.
So heißt es auf einer Fortbildungs-App für Lehrerinnen und Lehrer im Internet.
Kultur ist die schönste Nebensache der Welt? Nach oder vor Fußball. Aber - eine Nebensache? Für mich ist Kultur ein Lebensmittel. Wie heißt es so schön: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein!“ Und doch ist die Kultur in den öffentlichen Haushalten immer eine „freiwillige Leistung“ und deshalb auch meist erstes Ziel, wenn es darum geht, den Rotstift anzusetzen.
Kulturförderung als Gnadenerweis? Damit will ich mich nicht abfinden.
Ausgezeichnete Filme in einem unter Denkmalschutz stehenden Kino, exquisite Konzerte, die man in der Provinz nicht erwarten würde, spannende Lesungen mit Autoren, die sonst nur in Großstädten auftreten, ambitioniertes Amateurtheater…
Wie selbstverständlich passiert was in Marktoberdorf. Passiert genau das: Kaum ein Tag, geschweige denn ein Wochenende, an dem mal wirklich „nichts los ist“ ist, in diesem liebenswerten Städtchen Marktoberdorf, das jede Besucherin und jeden Besucher, aber auch alle Neubürger mit seinen vielfältigen Angeboten überrascht und überzeugt.
Damit die ganze Vielfalt erhalten bleibt und damit die Protagonisten dieser Vielfalt sich vielleicht mal das eine oder andere Musikinstrument mehr oder Ergänzungen ihrer Bühnenausstattung leisten können, deshalb werden Harald Rüschenbaum und ich möglichst früh nach seinem Amtsantritt um einen Gesprächstermin bei unserem neuen Bürgermeister Michael Eichinger nachsuchen, um auf Versäumnisse der letzten Jahre hinzuweisen, Vorschläge zu unterbreiten und Synergien aufzuzeigen.
Dass Marktoberdorf eine „Kulturstadt“ bleibt – und sich vielleicht sogar noch ein bisserl aufhübscht, daran wird unser Verein „Kulturwelt Marktoberdorf“ auch 2026 wieder satzungsgemäß mitwirken. Dafür wird sich die Vorstandschaft einsetzen. Weil’s unsere Aufgabe im Ehrenamt ist und weil wir Spaß daran haben.
Da wäre zunächst Monika Schuberts „Jazz an einem Sonntag-Abend“, das nach der erfolgreichen Startphase und der hochrangigen Auszeichnung durch den Freistaat auch 2026 genauso weiterläuft, wie "buchmusikfilm“ unter der Regie von Claus Struntz und Sebastian Pflüger.
Am Freitag, 27. März, also in dieser Woche, geht’s los mit einem verfilmten Brecht-Stück“: In seinem Dokumentarfilm „Das Arturo-Projekt“ zeigt der Landsberger Filmemacher Robert Fischer eine innovative, spektakuläre Aufführung des Brecht-Stücks über die Machtergreifung Adolf Hitlers in einem Zirkuszelt.
„Im Gespräch“ wird auch im Herbst 2026 weitergehen. Oktober, November, Dezember. Wieder an Mittwochabenden, Wieder im „Greinwald“-Nebenzimmer, wo wir uns wohl fühlen und wohl gelitten sind. Wieder bei freiem Eintritt. Und wir haben eine lange Liste von Marktoberdorfer*innen, die Spannendes, Bewegendes, Interessantes von sich zu erzählen wissen. Lassen Sie sich überraschen…
Es ist auch wieder Festival-Zeit: Selbstverständlich und sehr gerne beteiligt sich die „Kulturwelt“ regelmäßig an den MOD-Festivals zu Pfingsten. Das ist Ehrensache. „Musica Sacra 2026“ ist wieder eine Angelegenheit für die ganze Stadt. Und damit auch für uns. Wir fördern das Pfingst-Festival mit einer Anzeige im Programmheft.
Buchprojekt über die Kinostadt Marktoberdorf: Ein Redaktionsteam hat sich schon gebildet. Mit der Kinofrau Monika Schubert, Claus Struntz, Herbert Eigler, Uli Wegenast und anderen, um zum stolzen Jubiläum „70 Jahre Filmburg“ heuer, im Oktober 2027 ein reich bebilderte Lesebuch über die Geschichte der Filmkunst in Marktoberdorf herauszubringen.
Der „Tag der offenen Tür“ im „mobilè“ wird heuer am 20. September begangen.
Und bevor ich’s vergesse: die „Kulturwelt“ bietet heuer an Christi Himmelfahrt bzw. am Vatertag, das ist Donnerstag, 14. Mai 2026, wieder eine Kultur-Wanderung an. Titel/Thema diesmal – das ist ja schon die dritte Auflage: „Feiertags-Familien-Kultur-Spaziergang durch die reiche Kulturwelt in Marktoberdorf.
Los geht`s um 13.30 h am Richard-Wengenmeier-Platz direkt neben dem Rathaus. Ziele sind das Stadtmuseum, wo uns Josephine Berger in Empfang nehmen wird, das „mobilé“, wo Lucia Golda ein Familien geeignetes Bühnenprogramm präsentiert und die „filmburg“, wo uns Moni Schubert nicht nur ein heiteres Kurzfilmprogramm verspricht, sondern auch Erfrischungen und Leckereien. Die Kulturwelt lädt ein! Unter dem Titel „Kein Kino ohne Kauen!“ oder so ähnlich. – Also schon jetzt: Weitersagen.
Zum Schluss aber keineswegs am Rande darf ich Sie noch über unsere enge Zusammenarbeit mit dem „Heimatverein Marktoberdorf“ informieren. Es war ja eine lange Suche nach einer/einem neuen Vorsitzenden. Der traditionsreiche und verdiente Verein stand vor der Auflösung.
Es war ein Glücksfall, dass Uli Wegenast sich bereit erklärt hat, den Vorsitz zu übernehmen. Seine Stellvertreterin ist Lucia Golda. Der Schatzmeister Rolf Kramer. Und schon aus diesen Personalien lässt sich ablesen, dass „Heimatverein“ und „Kulturwelt“ Schnittmengen haben, gemeinsame Anliegen und gemeinsame Ziele.
Und so haben wir enge Zusammenarbeit beschlossen. Uli Wegenast und ich waren beim jeweils anderen Vorstand zugast. Wir werden unsere Mitglieder wechselseitig über alle Veranstaltungen informieren, wir werden unsere Homepages verlinken und bei der Veranstaltungsplanung Terminabsprachen treffen, um Doppeltermine an ein und demselben Tag zu vermeiden. Auch gemeinsame Veranstaltungen sind in Zukunft möglich.
Es ist überhaupt ein Anliegen der „Kulturwelt“, die Synergien aller Kulturmacher in Marktoberdorf besser zu nutzen. So planen wir – gerade auch nach „Im Gespräch“ mit Thomas Wieser, dem Dirigenten des Jugendblasorchesters Marktoberdorf, am vergangenen Mittwoch, einen „Runden Tisch“ der Kulturschaffenden, um zu Bündelungen zu kommen und – vielleicht auch – zu mehr Unterstützung.
Meine Damen und Herren,
Es wird nicht langweilig. Dafür sorgen wir schon.
Mit alledem, was die „Kulturwelt“ heuer wieder plant, sind wir – davon bin ich überzeugt – alle miteinander auf ganz gutem Weg.
Ich danke für die Aufmerksamkeit.